Strahlentherapie


Strahlentherapie


Die Strahlentherapie ist eine Behandlungsmethode, bei der ionisierende Strahlung, auch einfach „Strahlung“ genannt, eingesetzt wird. Dabei handelt es sich um unsichtbare, hochenergetische Strahlen. Alle menschlichen Organe und Gewebe bestehen aus Zellen. Diese Zellen regenerieren sich, um alte oder beschädigte Zellen zu ersetzen. Wird die Zellteilung gestört und teilen sich die Zellen unkontrolliert, kann ein Tumor entstehen. Die Strahlung schädigt das genetische Material der Tumorzelle. Krebszellen oder Tumorzellen reagieren empfindlicher auf Strahlung als die umliegenden gesunden Zellen. Gesunde Zellen können sich dadurch auch schneller und besser erholen. Bei der Strahlentherapie wird der Strahl sehr präzise auf den zu behandelnden Tumor fokussiert. Die Strahlentherapie ist daher eine lokale Behandlung, die nur in dem bestrahlten Bereich wirksam ist. Zur Vorbereitung auf die Strahlentherapie findet ein Beratungsgespräch mit dem Strahlentherapeuten statt. Dieser wird Ihnen die Behandlung erklären und Ihnen mitteilen, wie oft Sie bestrahlt werden. Die Behandlungsdauer sagt nichts über den Schweregrad Ihrer Erkrankung aus. Der Arzt wird Sie auch über mögliche Nebenwirkungen wie Hautreizungen (ähnlich einem Sonnenbrand), Übelkeit oder Müdigkeit informieren. Die meisten Nebenwirkungen sind vorübergehend.

Nach dem Gespräch mit dem Arzt wird eine Computertomographie (CT) in der Position für die Strahlentherapie durchgeführt. Falls vom Arzt verordnet, kann Kontrastmittel intravenös verabreicht werden. Für die Behandlung muss der Patient täglich in exakt derselben Position auf der Behandlungsliege liegen. Für die Bestrahlung des Kopfes wird außerdem eine individuell angepasste Maske angefertigt. Diese wird zunächst in einem warmen Wasserbad erwärmt, um sie weich und elastisch zu machen. Das Pflegepersonal passt die Maske dann an Ihren Kopf an. Die Maske wird ausschließlich während der Strahlentherapie verwendet. Nach der CT-Untersuchung wird anhand der Bilder ein individueller Bestrahlungsplan erstellt. Die Erstellung dieses Plans dauert mehrere Tage, weshalb zwischen der vorbereitenden CT-Untersuchung und der eigentlichen Strahlentherapie in der Regel einige Tage liegen.


Die Bestrahlung selbst ist schmerzlos und weder sichtbar noch spürbar. Sie macht Sie auch nicht radioaktiv. Die Bestrahlungsdauer wird individuell für jeden Patienten berechnet und variiert daher von Patient zu Patient und von Behandlung zu Behandlung. Während der Strahlentherapie findet eine regelmäßige Kontrolluntersuchung statt, um sicherzustellen, dass die Behandlung gut vertragen wird.


Die Strahlentherapie kann zwei Ziele verfolgen:

- Die kurative Behandlung zielt auf die Heilung des Patienten ab. Typischerweise werden 30 Sitzungen mit jeweils 2 Gray (Strahlungseinheit) über einen Zeitraum von 6 Wochen verabreicht.

Die palliative Behandlung zielt darauf ab, den Tumor und das umliegende Ödem zu reduzieren. Dies führt zu einer besseren Lebensqualität. Die Anzahl der Sitzungen beträgt weniger als 30. Diese Option wird häufig für ältere Patienten gewählt.



In den letzten Jahren hat sich die Präzision von Strahlentherapiegeräten deutlich verbessert. Geräte wie der klassische Linearbeschleuniger, die Gamma-Knife-Tomotherapie oder die Protonentherapie ermöglichen eine optimale Modulation der Strahlung um den Tumor herum. Einige dieser Geräte eignen sich auch für die Radiochirurgie, bei der eine kurze, hochdosierte und intensive Strahlentherapie mit höchster Präzision durchgeführt wird. Die Indikation und die geplante Behandlungsart werden stets interdisziplinär besprochen. Das bedeutet, dass der überweisende Arzt, der Neurochirurg, der Strahlentherapeut, der Radiologe und der Onkologe eng zusammenarbeiten, um Ihnen die bestmögliche Behandlung zu bieten.







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