Diagnostizieren
Wie wird eine Diagnose gestellt?
Bei Verdacht auf einen Hirntumor wird Ihr Hausarzt Sie schnellstmöglich zu einer fachärztlichen Untersuchung überweisen. In der Regel wird eine MRT- oder CT-Untersuchung des Gehirns durchgeführt, die einen eventuell vorhandenen Hirntumor deutlich sichtbar macht. Diese Untersuchung ist schmerzlos und mit minimalen Risiken verbunden.
Wird bei der Untersuchung ein Tumor festgestellt, werden weitere Tests durchgeführt, wie beispielsweise ein EEG (Elektroenzephalogramm), gegebenenfalls eine PET-Untersuchung und eine Biopsie (Gewebeentnahme). Bei Verdacht auf hormonproduzierende Tumoren wird eine Blutuntersuchung durchgeführt.
Der weitere Untersuchungsablauf hängt stark von der individuellen Situation ab und kann sich daher von dem anderer Patienten in derselben Situation unterscheiden. Es obliegt dem Behandlungsteam, die richtigen Entscheidungen zu treffen und diese mit dem Patienten zu besprechen.
Das Warten auf Testergebnisse kann sehr belastend sein. Aufgrund der Komplexität ist es oft notwendig, bestimmte Tests im Team zu besprechen. Dies nennt man interdisziplinäre Konsultation (MKS), an der verschiedene Fachrichtungen und Gesundheitsdienstleister beteiligt sind. So kann jeder Beteiligte sein Fachwissen einbringen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen und den richtigen Behandlungs- und Betreuungsweg auszuwählen. Auch Ihr Hausarzt kann an dieser MKS-Sitzung teilnehmen (per Videokonferenz, sodass er von seiner Praxis aus zuschauen und Informationen beisteuern kann). Daher ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem Hausarzt in Kontakt bleiben und Ihre Fragen und Bedenken besprechen. Ihr Hausarzt kann Sie dann bei dieser Sitzung vertreten und die besprochenen Punkte anschließend in der vertrauten Umgebung seiner Praxis mit Ihnen erörtern.
Aber auch der behandelnde Arzt im Krankenhaus wird sich mit Ihnen zusammensetzen, um alles zu besprechen und Ihnen den Behandlungsvorschlag zu erläutern.